Kredite in Österreich

Es gibt eine Vielzahl an Beweggründen um sich einen Kredit aufzunehmen. Häufige Anlässe sind beispielsweise eine Umschuldung, ein Ausgleich des Girokontos, die Anschaffung eines Neuwagens, der Kauf einer Immobilie oder auch die Renovierung oder der Neubau eines Objekts. In ausnahmslos allen Fällen lohnt es sich mehrere Angebote einzuholen und zu vergleichen. In den meisten Fällen ist es auch von Vorteil einen österreichischen Online-Kreditrechner zu Rate zu ziehen.

Welche Bestandteile hat ein Kreditvertrag in Österreich

Will man in Österreich einen Kredit abschließen, so setzt das einen gültigen Kreditvertrag voraus. Da in Österreich Vertragsfreiheit gilt, kann dieser sowohl mündlich als auch schriftlich abgeschlossen werden. Der Vertrag entsteht zwischen Kreditnehmer und Kreditgeber. Für beide Parteien empfiehlt es sich als einen schriftlichen Vertrag mit festgelegten Konditionen zu erstellen. Ein solcher Kreditvertrag sollte folgende Punkte umfassen:

Kreditart – Es kann sich sowohl um einen Geldkredit (Darlehen, Abstattungskredit oder Kontokorrentkredit) als auch um einen Haftungskredit handeln.

Vertragspartner – Kreditnehmer und Kreditgeber müssen samt Anschrift angeführt werden.
Kreditbetrag – Der Gesamtkreditbetrag ergibt sich aus Gesamtbetrag sowie Bearbeitungsgebühren und für den Kredit angefallene Kosten.

Währung – Es ist auch möglich Fremdwährungskredite abzuschließen. Aus diesem Grund muss die Währung des Kredites angeführt werden

Laufzeit und Rückzahlung – Unter Laufzeit versteht man die Zeitspanne bis zur Fälligkeit und ist von Kreditart und Verwendungszweck abhängig. Die Rückzahlung erfolgt entweder in Raten oder ist endfällig. Das bedeutet, der gesamte Betrag ist am Ende der festgelegten Zeitspanne zu begleichen.

Zinsen und Entgelte – Der vereinbarte Zinssatz muss am Kreditvertrag festgehalten werden. Ebenfalls müssen Kontoführungsgebühren, Rahmenprovisionen, einmalige Bearbeitungsgebühren, eventuelle Mahnspesen und alle weiteren möglicherweise anfallenden Kosten ausgewiesen werden.

Verzugs- und Überziehungszinsen – Kommt man mit Zahlungen in Verzug oder überzieht das vereinbarte Kreditlimit, so fallen eigens vereinbarte Zinssätze an. Auch diese müssen am Vertrag ersichtlich sein.
Sicherheiten – Es müssen alle bereitgestellten Sicherheiten für den Kredit angeführt werden. Art und Umfang der Sicherheiten hängen von der Bonität des Kreditnehmers ab.

Sonstiges – Unter diesen Punkt fallen Rücktrittsrechte und Kündigungsrechte sowie weitere Besonderheiten des Kreditvertrages.

Hat man alle Punkte festgehalten, so muss der Vertrag mit Ort, Datum und Unterschrift beider Parteien versehen werden. Erst dann ist auch eine Gültigkeit des Kreditvertrages gegeben.

Vorsicht ist geboten

Besonderes Augenmerk gilt es auf die Konditionen des Zinssatzes zu legen. Man sollte sich genau über die jeweiligen Bedingungen der einzelnen Kreditgeber informieren. Beispielsweise ist es enorm wichtig in Erfahrung zu bringen, ob eine Bank zum Halten des gleichen Zinssatzes über die gesamte Laufzeit verpflichtet wird. Oft ist es auch üblich, dass der Zinssatz nur für ein Jahr fixiert ist und dann beliebig oder in Anpassung der Umstände angepasst werden kann. Häufig läuft diese Anpassung über eine berechnete Inflation in Österreich. Bei solchen Anpassungen kann bei größerer Darlehenssumme und langer Laufzeit eine Menge Geld verloren gehen. Es lohnt sich daher penibel auf faire Vertragsbedingungen zu achten.

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